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Dr. Wolf, Beckelmann und Partner
CT Gelenke
Fersenbeinfraktur

Anamnese
Der 17 jährige Patient ist nach einer Auseinandersetzung eine Treppe 3 Meter tief hinuntergesprungen. Danach hat er beim Auftreten starke Schmerzen im linken Fuß. Die Röntgenaufnahme in 2 Ebenen zeigt keine sicheren Frakturenzeichen. Auf der anschließend angefertigten CT ist die Fersenbeinfraktur sicher nachweisbar.
Anatomie
Der Fuß besteht aus folgenden 3 Abschnitten:
→ Fußwurzel (Tarsus) mit sieben Fußwurzelknochen
→ Mittelfuß (Metatarsus) mit den Mittelfußknochen
→ Zehen (Digiti pedis)
 
Das Fersenbein (Calcaneus) ist der größte Fußwurzelknochen und liegt am weitesten dorsal. Seine hintere Begrenzung ist der Fersenhöcker (Tuber calcanei) an dem die Achillessehne ansetzt. Auf dem Fersenbein liegt das Sprungbein (Talus). Vor dem Talus liegt das Kahnbein (Os naviculare). Die drei Keilbeine (Ossa cuneiformia) schließen sich an das Kahnbein an, vor dem Fersenbein liegt das Würfelbein (Os cuboideum).
An die Keilbeine und das Würfelbein schließen sich die Mittelfußknochen (Ossa metatarsalia) an. Die Mittelfußknochen sind kurze Röhrenknochen mit kolbenförmig verdickten Enden. Das proximale Ende ist die Basis, das distale Ende der Kopf. Die Phalangen der Zehen sind ebenfalls kurze Röhrenknochen.
 
Die Fußgewölbe
Das Skelett des Fußes hat ein Quer- und ein Längsgewölbe. Das Längsgewölbe liegt auf der medialen Seite des Fußes und wird vom Sprungbein, dem Kahnbein den Keilbeinen und den Mittelfußknochen gebildet. Das Längsgewölbe ruht auf drei Pfeilern: dorsal auf dem Fersenhöcker, lateral auf dem Würfelbein und dem 5. Mittelfußknochen und vorne auf dem Vorfuß. Das Längsgewölbe wird durch kurze Fußmuskeln unterstützt. Das Quergewölbe liegt zwischen den medialen und lateralen Anteilen der Fußwurzel- und Mittelfußknochen und überspannt quer das Längsgewölbe. Bänder und Sehnen spannen sich zwischen den Knochen des Quergewölbes aus.
Abbildung 1:
Anatomie des Fußes
Anatomie des Fußes
Definition
Frakturen des Fersenbeins entstehen durch Sturz aus großer Höhe oder durch einen Verkehrsunfall.
Symptome
→ Schwellung
→ Lokale Druckempfindlichkeit
→ Bewegungsschmerz
→ Funktionseinschränkung
Diagnostik
In der Regel reicht eine Röntgenaufnahme in 2 Ebenen aus. Ist eine Fraktur nicht sicher auszuschließen, wird eine CT durchgeführt.
Therapie
Bei 75% aller Fersenbeinfrakturen sind Gelenkflächen mitbetroffen. Meistens ist die Formveränderung des Fersenbeins durch die Fraktur so groß, dass die Fußsäule und das Fußgewölbe stark verändert sind. Diese Veränderungen können erhebliche Probleme beim Gehen und Stehen verursachen. Diese Frakturen werden oft operativ behandelt, um so die Form des Knochens möglichst optimal wiederherzustellen. Operativ kommen Platten und Schrauben zum Einsatz.
Untersuchungsprotokoll
1. Patientenvorbereitung
Aufklärung durch den Untersucher. Metallteile aus dem Untersuchungsbereich entfernen. Prozedere erklären.
2. Lagerung
Symmetrische Rückenlage. Kopf in Boccoloschale. Arme kopfwärts strecken. Beine ausgestreckt, Feet first. Gonadenschutz anlegen.
3. Untersuchungsbereich
Fersenbein Hinterkante bis proximale Fußwurzelknochen
4. Kontrastmittel
Art und Menge. Nein
5. Gerätetyp
Multislice-CT
Scanparameter
Phase 1 2 3 4
         
Scan-Art Top ap Top lat Spirale nativ Rohdaten-Rekonstruktion
Slice in mm 2 2 1,25/2 2
Tabelspeed in mm     4-10  
Time in s     1  
Increment     1,25/2 0,5
kV 120 120 120  
mA 10/100 10/100 250  
Kernel Std Std Uhr Std
Postprocessing     VRT, MPR koronar + sagittal 3D
Abbildung 2 - 4:
Fraktur des linken Fersenbeins
Fraktur des linken Fersenbeins  Fraktur des linken Fersenbeins
Fraktur des linken Fersenbeins
(Durch Anklicken der Bilder werden diese in Originalgröße angezeigt)
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